Der frisch erschienene Fischratgeber 2016 von Greenpeace ist eine wirklich gute Sache, denn er zeigt uns, welche Fische in ihren Beständen bedroht sind (oder mit zerstörerischen Fangmethoden gefischt werden) und folglich zumindest für eine Zeit lang nicht auf den Tisch gehören. Und siehe da, es sind in vielen Fällen genau die Fische, die bevorzugt in unseren Einkaufsnetzen landen.

Vor allem der Verzehr von Seelachs oder Alaska-Seelachs, der gerne in Fischsstäbchen- oder Backfischform vorkommt, ist gar nicht gut. Aal, Scholle und Hering aus unseren Nahregionen auch eher nicht. Jetzt darf man sich dreimal fragen, warum ausgerechnet unsere Lieblingsfische in ihrer Existenz bedroht sind. Genau: Stichwort Überkonsum.

Was also können wir tun? Drei Vorschläge:

1) Wir fordern Käpt’n Iglo und die Flotte seiner Co-Freibeuter dazu auf, den Kurs zu ändern und nicht mehr auf Plünderfahrt zu gehen. Ist wohl bestimmt nicht einfach. Da müsste man ja viele Kundenbriefe schreiben oder eine Petition starten. Aber unmöglich ist es auch nicht.

2) Wir schauen genau auf den Greenpeace Ratgeber. Im Kleingedruckten steht nämlich, welche Ausnahmen es gibt. Das heißt, es gibt Fanggebiete, die nicht überlastet sind, weil sie auf unterschiedliche Art vor Überfischung geschützt werden. Vergleicht man nun die auf den Verpackungen des Fisches (an der Frischetheke kann man auch nachfragen!) angebrachten Angaben über die Fanggebiete mit den Angaben des Fischratgebers, so kann man herausfinden, ob der Kauf des Fisches aus ökologischer Sicht okay ist. In unserem Seelachs-Fall trifft dies zum Beispiel auf das isländische Fanggebiet zu.

3) Wir essen nicht mehr alle Seelachs und variieren unsere Fischgewohnheiten. Grönland-Heilbutt und Kabeljau (aus den regulierten Fanggebieten um Island und den Aleuten) sind sehr lecker. Seesaibling oder eine Bachforelle ist auch wirklich fein, auch wenn man mit den Gräten aufpassen muss. Und schwedischer Zander und griechischer Wolfsbarsch, wer bekommt da nicht Appetit? Passende Rezepte gibt’s off- und online wie Sand am Meer …

‪#‎Umdenken‬ ‪#‎ResponsibleConsumerism‬

https://www.greenpeace.de/…/p…/rz_gp_plakfschrgbr_a3_low.pdf

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